Umschuldung bedeutet, einen oder mehrere Kredite durch einen neuen zu ersetzen, meist zu niedrigerem Zins, längerer Laufzeit oder beidem. Klingt attraktiv, ist aber nicht immer eine echte Ersparnis: es kommt auf Effektivzins, Vorfälligkeitsentschädigung des alten Kredits und Restlaufzeit an.

Wann es finanziell sinnvoll ist

Umschuldung lohnt sich, wenn: (1) der neue Effektivzins mindestens 1-1,5% unter dem aktuellen liegt; (2) noch mindestens 24 Monate Restlaufzeit; (3) die Vorfälligkeitsentschädigung laut GEO 50/2010 maximal 1% beträgt.

Beim variablen IRCC-Index (2019 als Alternative zum ROBOR eingeführt) fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an. Ein klarer Vorteil beim Kreditgeberwechsel.

Konsolidierung — Sonderfall

Bei 3-4 Kleinkrediten (Karte, NBFI, Autokredit) reduziert eine Konsolidierung die Gesamtrate und vereinfacht das Management. Aber Achtung: längere Laufzeit senkt die Rate, kann die Gesamtkosten aber um Tausende Lei erhöhen.

Wie Sie die Ersparnis richtig berechnen

Vergleichen Sie Effektivzinsen, nicht nur Nominalzinsen. Dann berechnen Sie die Gesamtkosten des alten Kredits (Rate × Restmonate + Restsaldo) gegen den neuen (Rate × Gesamtmonate). Differenz minus Vorfälligkeitsentschädigung = echte Ersparnis.

Nutzen Sie den Umschuldungsrechner, um genau zu sehen, was Sie sparen. Liegt die Differenz unter 1.500-2.000 Lei über die gesamte Laufzeit, lohnt sich der Aufwand vermutlich nicht.

Häufige Fehler

Mehrere gleichzeitige Umschuldungsanträge senken die Bonität. Beantragen Sie bei 1-2 Kreditgebern, nicht bei 5. Ebenso senkt eine deutlich längere Laufzeit die Rate sichtbar, häuft aber zusätzliche Zinsen an — prüfen Sie immer die Gesamtkosten, nicht nur die Monatsrate.